Allgemeine Geschäftsbedingungen
Stand: 13. Oktober 2026
§ 1 Anwendungsbereich
(1) Diese AGB gelten für alle Verträge zwischen Schübeler Consulting, Inhaber Johann Jörgen Schübeler, Am Kreuzberg 10, 37688 Beverungen („Anbieter"), und dem Kunden über die Nutzung der Online-Plattform knowmind (knowmind.de).
(2) Der Dienst richtet sich an Verbraucher (§ 13 BGB) und Unternehmer (§ 14 BGB). Soweit einzelne Regelungen ausschließlich für Verbraucher oder ausschließlich für Unternehmer gelten, ist dies ausdrücklich gekennzeichnet.
(3) Abweichende Bedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, auch wenn der Anbieter ihnen nicht ausdrücklich widerspricht.
§ 2 Vertragsgegenstand
knowmind ist ein gehostetes Wissens- und Gedächtnissystem für KI-Anwendungen. Der Kunde erhält in Abhängigkeit des gewählten Tarifs Zugang zu Speicherkapazität, Such- und Wiederauffindungs-Funktionen (Recall), API-Zugriff und einem Sicherheits-Protokoll. Inhalte und Daten werden vom Anbieter auf Servern in Deutschland (Hetzner-Rechenzentrum) gespeichert und verarbeitet. Ruft der Kunde Inhalte über ein von ihm verbundenes KI-Werkzeug ab, verarbeitet dessen Anbieter die abgerufenen Treffer nach eigenen Bedingungen.
knowmind ist ein Vertrag über digitale Dienstleistungen im Sinne des § 327 Abs. 2 Satz 2 BGB. Einzelheiten zur Verarbeitung personenbezogener Daten regelt die Datenschutzerklärung.
Verarbeitet der Kunde als Unternehmer in knowmind personenbezogene Daten, für die er Verantwortlicher ist, gilt der Auftragsverarbeitungsvertrag als Bestandteil dieses Vertrags (Art. 28 Abs. 3 und 9 DSGVO).
§ 3 Vertragsschluss
(1) Der Vertrag kommt durch Anlage eines Arbeitsbereichs und Bestätigung des Anmelde-Links (Magic-Link) zustande.
(2) Bei Bezahltarifen erfolgt die Zahlung über den Zahlungsdienstleister Stripe. Der Vertrag über den Bezahltarif kommt mit Abschluss des Stripe-Checkouts durch Betätigung der mit „Zahlungspflichtig bestellen" beschrifteten Schaltfläche zustande.
§ 4 Leistungen, Verfügbarkeit
(1) knowmind wird als Cloud-Dienst bereitgestellt. In den Selbst-Service-Tarifen (Privat, Pro, Team, Business) besteht kein vereinbartes Service-Level (SLA) und kein Anspruch auf eine bestimmte Verfügbarkeit, Reaktions- oder Wiederherstellungszeit. Verbindliche SLA sind im Rahmen des Enterprise- oder On-Premise-Angebots gesondert vereinbar.
(2) Wartungsfenster werden, soweit möglich, mit Vorlauf per E-Mail angekündigt. Support wird auf Best-Effort-Basis geleistet.
(3) Der Anbieter hält den Dienst während der Vertragslaufzeit nach Maßgabe des § 327f BGB vertragsgemäß und stellt die zur Erhaltung der Vertragsmäßigkeit erforderlichen Aktualisierungen bereit. Darüber hinausgehende Änderungen nimmt der Anbieter gegenüber Verbrauchern nur aus einem triftigen Grund im Sinne des § 327r BGB vor (etwa technische Weiterentwicklung, IT-Sicherheit oder eine geänderte Rechtslage), kündigt sie mit angemessenem Vorlauf an und entzieht dabei nicht die Hauptleistung (Speicherung und Recall der Memories des Kunden). Beeinträchtigt eine solche Änderung den Zugang zum oder die Nutzbarkeit des Dienstes nicht nur unerheblich, kann der Verbraucher den Vertrag innerhalb von 30 Tagen kostenlos kündigen.
§ 5 Preise und Zahlung
(1) Es gelten die Preise gemäß /pricing zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses.
(2) Bezahltarife werden monatlich oder jährlich im Voraus über Stripe abgerechnet; Rechnungen werden im Stripe-Kundenbereich bereitgestellt.
(3) Preisänderungen werden mit mindestens 30 Tagen Vorlauf angekündigt. Der Kunde kann in diesem Fall zum Wirksamwerden der Änderung kündigen.
§ 6 Verbrauch und Kosten
(1) Die knowmind-Tarife werden zu den unter /pricing ausgewiesenen Festpreisen abgerechnet; eine darüber hinausgehende verbrauchsabhängige Abrechnung durch den Anbieter findet nicht statt. Verbrauchsabhängige Kosten können ausschließlich bei einem Dritten entstehen, dessen KI-Werkzeug der Kunde mit knowmind verbindet (Absatz 2), und zwar nach dessen jeweils geltender Preisliste.
(2) Verbindet der Kunde knowmind mit dem KI-Werkzeug eines Dritten, rechnet dieser Dritte die Nutzung seines Werkzeugs nach seinen eigenen Bedingungen mit dem Kunden ab. Der Anbieter ist an dem Vertragsverhältnis zwischen dem Kunden und dem Dritten nicht beteiligt und trägt nicht die dort entstehenden Kosten, Kontingentüberschreitungen oder Sperrungen.
(3) Der Kunde trägt den über seinen Account bei dem Dritten ausgelösten Verbrauch in vollem Umfang, auch wenn dieser durch von ihm eingesetzte automatisierte Clients, Agenten oder Integrationen verursacht wird. Der Kunde ist gehalten, bei dem Dritten geeignete Nutzungs- und Kostenlimits zu setzen.
(4) Eine Erstattung für vom Kunden selbst veranlassten oder durch von ihm eingesetzte Software verursachten Mehrverbrauch ist ausgeschlossen, soweit der Mehrverbrauch nicht auf einem vom Anbieter zu vertretenden Fehler der Plattform beruht. Gesetzliche Mängelrechte des Kunden bleiben unberührt.
§ 7 Widerrufsrecht für Verbraucher
(1) Verbrauchern steht bei entgeltlichen Verträgen ein gesetzliches Widerrufsrecht zu. Einzelheiten und das Muster-Widerrufsformular ergeben sich aus der Widerrufsbelehrung.
(2) knowmind wird als fortlaufendes Abonnement (Vertrag über digitale Dienstleistungen, § 327 Abs. 2 Satz 2 BGB) erbracht und während der Widerrufsfrist nicht vollständig erbracht; das Widerrufsrecht erlischt daher nicht vorzeitig. Verlangt der Verbraucher ausdrücklich, dass der Anbieter mit der Leistung bereits vor Ablauf der Widerrufsfrist beginnt, und widerruft er anschließend, so schuldet er Wertersatz für die bis zum Widerruf erbrachte Leistung nach Maßgabe der Widerrufsbelehrung.
§ 8 Laufzeit und Kündigung
(1) Bezahltarife laufen auf unbestimmte Zeit und können vom Kunden jederzeit zum Ende des aktuellen Abrechnungszeitraums (Monats- bzw. Jahresende) gekündigt werden. Für die Kündigung stellt der Anbieter eine unmittelbar und ohne Anmeldung erreichbare Schaltfläche „Verträge hier kündigen" bereit. Sie führt zu einer Bestätigungsseite, auf der der Kunde die erforderlichen Angaben macht und mit der Schaltfläche „jetzt kündigen" die Kündigung absendet. Den Zugang der Kündigung bestätigt der Anbieter unverzüglich in Textform unter Angabe von Inhalt, Datum und Uhrzeit (§ 312k BGB).
(2) Kostenlose Konten (Privat-Tarif) können jederzeit ohne Frist durch Löschung des Arbeitsbereichs im Dashboard beendet werden (§ 9 Abs. 3).
(3) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung bleibt unberührt.
§ 9 Datenexport, Datenlöschung
(1) Der Kunde kann seine Daten jederzeit über die Export-Funktion im Dashboard als JSON-Datei beziehen.
(2) Endet ein Bezahltarif, läuft der Arbeitsbereich im kostenlosen Tarif Privat weiter. Erinnerungen und Dokumente bleiben vollständig erhalten. Der Tarif Privat fasst 2.500 Erinnerungen: Liegt der Bestand darüber, bleibt er lesbar und abrufbar; Neues kann der Kunde erst wieder speichern, wenn der Bestand unter dieser Grenze liegt oder er einen Bezahltarif bucht. Funktionen, die nur Bezahltarife enthalten, gehören ab dem Wechsel nicht mehr zum Leistungsumfang. Das Zugriffsprotokoll wird im Tarif Privat 30 Tage vorgehalten; ältere Einträge werden nach dem Wechsel gelöscht. Dasselbe gilt beim Wechsel in einen Bezahltarif mit kürzerer Vorhaltedauer: Einträge, die älter sind als dessen Vorhaltedauer, werden gelöscht.
(3) Im kostenlosen Tarif kann der Kunde seinen Arbeitsbereich jederzeit im Dashboard löschen und damit den Vertrag insgesamt beenden. Solange ein Bezahltarif läuft, ist das Löschen erst möglich, nachdem der Kunde ihn nach § 8 Abs. 1 gekündigt hat oder er geendet hat; § 8 Abs. 1 bleibt unberührt. Mit der Löschung enden alle Zugänge sofort; die Daten werden frühestens 24 Stunden später unwiederbringlich entfernt. Was aufgrund gesetzlicher Pflichten und in Sicherungen darüber hinaus gespeichert bleibt, steht in der Datenschutzerklärung.
(4) Der Kunde ist für die regelmäßige Sicherung seiner Inhalte über die Export-Funktion selbst verantwortlich.
§ 10 Beschaffenheit, Gewährleistung
(1) Gegenstand des Vertrags ist die Bereitstellung der vereinbarten Funktionen (Speicherung und Recall), nicht die Erzielung eines bestimmten inhaltlichen Ergebnisses.
(2) Der Anbieter übernimmt keine Gewähr dafür, dass Such-, Recall- oder Verknüpfungsergebnisse vollständig, zutreffend, aktuell oder für einen bestimmten Zweck geeignet sind; maßgeblich ist die eigenverantwortliche Prüfung durch den Kunden. Die gesetzlichen Mängelrechte für digitale Produkte (§§ 327 ff. BGB) bleiben gegenüber Verbrauchern unberührt.
(3) Antworten im KI-Werkzeug des Kunden erzeugt das Modell des jeweiligen Werkzeuganbieters. Der Anbieter hat hierauf keinen Einfluss und prüft diese Ergebnisse nicht. Eine bestimmte inhaltliche Richtigkeit von KI-Ergebnissen ist nicht geschuldet. Der Kunde verifiziert KI-Ergebnisse bei sicherheits-, rechts- oder geschäftskritischen Entscheidungen gegen die Originalquellen.
§ 11 Haftung
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit, für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz sowie im Umfang einer übernommenen Garantie.
(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Pflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertraut) ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.
(3) Vorbehaltlich der Absätze 1 und 2 ist die Haftung für den Verlust von Daten auf den Aufwand begrenzt, der auch bei einer ordnungsgemäßen und regelmäßigen Datensicherung durch den Kunden zur Wiederherstellung erforderlich gewesen wäre.
(4) Der Kunde ist allein verantwortlich für die von ihm gespeicherten Inhalte sowie für deren Rechtmäßigkeit. Für Leistungen vom Kunden gewählter Dritter (insbesondere Anbieter von KI-Werkzeugen) sowie für die dort vom Kunden verursachten Kosten haftet der Anbieter nicht.
§ 12 Bestimmungsgemäße Nutzung
knowmind ist ein Gedächtnis- und Recall-Dienst und nicht für den Betrieb von selbstfahrenden Fahrzeugen, kritischer Infrastruktur, medizinischen oder lebenserhaltenden Systemen oder sonstigen Anwendungen bestimmt, bei denen ein Fehler oder Ausfall zu Tod, Personen-, Umwelt- oder schweren Sachschäden führen kann. Ein Einsatz in solchen Umgebungen erfolgt auf alleiniges Risiko des Kunden. Die Haftung nach § 11 Abs. 1 bleibt unberührt.
§ 13 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Bei Verbrauchern bleibt der Schutz zwingender Bestimmungen des Staates ihres gewöhnlichen Aufenthalts unberührt.
(2) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Gerichtsstand Höxter.
(3) Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam.
(4) Diese AGB sind in deutscher Sprache abgefasst. Die englische Übersetzung unter knowmind.de/en/legal/terms dient dem Verständnis; maßgeblich ist die deutsche Fassung.

